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¡que sueño!

hola hola,

ich kriege hier grade die krise mit dieser langsamen internetverbindung zum freitagnachmittag...das passt auch so ungemein zu meiner derzeitigen verfassung, denn ich bin doll muede. freitag bin ich immer doll muede, wenn die ganze woche so zurueckliegt, ich waehrend dieser oft frueh aufstehen musste, aber trotzdem abends nich so ganz zeitig ins bett bin. gestern zum beispiel habe ich die anderen deutschen praktikanten aus dem departamento zum kochen eingeladen, kartoffelsalat und gebratener fisch (der fisch ist seeehr exklusiv, die eigentuemerin meines hauses arbeitet in einer sozialen einrichtung und bekommt manchmal sachen billiger. deswegen haben wir so ein halbes kilo fisch fuer einen dollar bekommen - und gestern damit so um die acht maeuler gluecklich gemacht). seit meine neue mitbweohnerin jenny aus canada hier ist (seit einem reichlichen monat), wird in unserem haus ungewoehnlich viel gekocht, was zwar nich unbedingt gut fuer meine figur, aber dafuer unheimlich ueberraschend (a la ¨so wenig gibt es hier ja doch nich!¨ und vor allem furchtbar lecker ist.

das leben hier gerade ist eigentlich sehr schoen. es ist draussen nicht mehr so heiss und stressig wie im sommer, die regenfronten sind erst einmal voruebergezogen und die sonne ist jetzt so wie bei uns vielleicht im fruehling, hat aber trotzdem was herbstliches, fuer karibische verhaeltnisse. klingt komisch, is aber so, eine ganz interessante mischung. ganz sanft ist sie, und der wind ist manchmal sogar etwas kalt. heute morgen pfiff er durchs haus, sodass ich gleich mal hosen, turnschuhe und einen halblangen pulli angezogen habe. es sind zwar immer noch 26 grad celsius, aber durch die ganzen sommermonate habe ich mich schon so an die hitze gewoehnt (mit der ich eigentlich auch nie ein richtiges problem hatte), dass ich jetzt, vor allem abends, schon anfange zu frieren! ich glaube, wenn ich nach deutschland zurueckkomme, werde ich halb sterben. nun ja, mal sehn.

heute habe ich, wie jeden freitag, fruehmorgens von 8 bis um viertel 12 unterricht gehalten im zweiten studienjahr und war aufgrund des wenigen schlafs auch ganz schoen fertsch danach. dann hing ich noch ein bisschen mit romy, einer der praktikantinnen, im lehrerzimmer rum, bis wir dann an den strassenimbiss um die ecke was essen gegangen sind. der romy geht es gerade genauso wie mir. wir finden irgendwie gerade alles ganz doll lecker und probieren immer neues aus, denn dieser imbiss ist der hammer. ich hatte eine cajita, also eine pappschachtel mit arroz frito, gebratenem reis, salat und eine papa rellena, eine kugel aus zerstampfter kartoffel mit ein klein wenig fleisch in der mitte und semmelbroeseln aussenrum. ein fest. und nich so fettig wie viele viele andere sachen hier, weil innen ja eigentlich nur kartoffel is. lecker. dazu ein orangensaft - mein magen hat noch nich gesponnen, seitdem ich angefangen habe, dinge auf der strasse zu essen, wovon mir am anfang eindringlich abgeraten wurde - und als postre ein suesses pastel de guayava, ein blaetterteig in dreiecksform mit guavenmark drin, das eigentlich so shcmeckt wie leckere marmelade. lecker lecker. das alles genossen auf dem buergersteig der maessig befahrenen strasse ayestaran in der eben schon beschriebenen herrlichen sonne. ich will euch daheim ja nicht boese machen mit diesen beschreibungen, sondern nur mitteilen, wie das hier so ist. gestern in den nachrichten kam ein kleiner flash von den streiks in deutschland und frankreich im verkehrswesen. da habe ich ein klein wenig schnee auf den gueterwaggons gesehen und bin ein bisschen erschrocken - stimmt ja, wir sind ja fast im dezember! hier haben die monatsbezeichnungen nich so viel zu bedeuten, nich so signifakiantes zumindest.

ich werde mich jetzt auch mal wieder auf den weg machen, heim. hoffentlich bekomme ich dort dann keinen schlafanfall wie letzte woche freitag, da ging von drei bis acht irgendwie ueberhaupt nix mehr. ich hoffe, euch allen zu hause, die vielleicht ganz zufaellig mal wieder bei meinem flaetig gepflegten blog vorbeischauen, geht es sehr gut. mir jedenfalls ja. der schmerz ueber den kameraverlust kommt zwar ab und zu noch hoch und eine wut auf mich, wie vertrauensliebend ich manchmal bin, auch, aber muss ja alles weitergehen, nech? okay, dann erst mal alles liebe aus havanna und hoffentlich bis balder als diesmal.

 besos grandes

sina 

1 Kommentar 16.11.07 20:35, kommentieren



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